Geschmackssache: 20 Speisen, die man entweder liebt oder hasst
Umstrittene Zutaten im Überblick
Für die einen schmecken Oliven nach Urlaub, für die anderen einfach nur bitter und salzig. So mancher schwört auf Rosenkohl, doch viele schieben ihn lieber an den Tellerrand. Kaum irgendwo gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Essen. Während manche bestimmte Lebensmittel heiß und innig lieben, würden andere sie partout nicht anrühren. Wir haben die größten Aufreger unter den Zutaten gesammelt – dabei ist am Ende doch alles nur Geschmackssache.
Von Marzipan bis Lakritz: Erfahren Sie hier, bei welchen 20 bekannten Lebensmitteln die Meinungen weit auseinandergehen. Auf welcher Seite stehen Sie?
Unsere Auswahl basiert auf Datenrecherche und Bewertungen sowie den Einschätzungen unseres Expertenteams. Die Liste ist daher zwangsläufig subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Adaptiert von Alina Halbe
20. Mayonnaise
Man könnte meinen, an Mayonnaise gäbe es nichts auszusetzen – schließlich landet sie weltweit auf Pommes und Burgern. Doch gerade ihre dickflüssige Konsistenz, die helle Farbe und der leicht eiige Geschmack sorgen bei vielen für Unbehagen.
In den USA gehört Mayo natürlich obligatorisch zum Fast Food dazu, auch in Belgien und im deutschsprachigen Raum wird sie selbstverständlich zu Pommes serviert. In anderen Teilen Europas oder in Asien löst sie dagegen eher Ekel als Appetit aus.
19. Rote Bete
Gesund, preiswert und farblich ein echter Hingucker: Rote Bete bringt eigentlich alles mit, was ein Superfood braucht. Ob im Salat, als Beilage oder in Eintöpfen – die violette Knolle ist vielseitig und nahrhaft.
Doch der erdige Eigengeschmack ist nicht jedermanns Sache. Besonders an den sauer eingelegten Scheiben scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie eine herzhafte Bereicherung, für die anderen schlicht ungenießbar.
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18. Tofu
Er ist von Natur aus eher geschmacksneutral, was ihn gleichzeitig zu einem echten Alleskönner in der Küche macht. Denn Tofu nimmt Aromen wunderbar auf und wird deshalb besonders in der asiatischen Küche vielseitig eingesetzt.
Genau diese Eigenschaft sorgt aber auch für Kritik: Wer ihn nämlich nicht richtig würzt oder zubereitet, steht am Ende mit einem faden, schwammigen Ergebnis da. Für eingefleischte Fleischfans ist Tofu deshalb natürlich kein Ersatz, sondern nur ein trauriger Platzhalter.
17. Rosinen
Es sind ja eigentlich nur getrocknete Weintrauben – und doch sind Rosinen für viele ein absolutes Reizthema. Sie sind süß, zäh und landen oft im Müsli oder Kuchen. Hierzulande werden sie vor allem zur Weihnachtszeit gerne in Stollen und Gebäck eingearbeitet. Genau das macht sie bei Gegnern so unbeliebt, denn man entkommt ihnen kaum.
Dabei stecken Rosinen voller Ballast- und Mineralstoffe. Gesund sind sie also durchaus, auch wenn das für viele wahrscheinlich kein überzeugendes Argument ist.
16. Rosenkohl
Für viele ist er die lästige Beilage auf dem Teller – mit bitterem Geschmack und kräftigem Geruch sorgt Rosenkohl besonders bei jungen Essern regelmäßig für lange Gesichter. Beim Sonntagsbraten oder dem Weihnachtsessen gilt er oft als das Gemüse, das man am liebsten unauffällig an den Tellerrand schiebt.
Kein Wunder, denn hierzulande wird er gerne totgekocht, wobei er nicht nur seine frische grüne Farbe verliert, sondern auch jedes Aroma. Ganz anders sieht es aus, wenn man ihn röstet oder dämpft: Mit reichlich Gewürzen und einer guten Portion Butter oder Speck wagen sich vielleicht auch Skeptiker an das vitaminreiche Gemüse.
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15. Hüttenkäse
Schon die Optik mit den kleinen weißen Klümpchen wirkt auf manche eher abschreckend. Hüttenkäse – in den USA im 19. Jahrhundert als „cottage cheese“ bekannt geworden – galt lange als bewährtes Diätlebensmittel und tauchte vor allem in Frauenzeitschriften auf. Dieses Image hat nicht unbedingt dafür gesorgt, dass er bei Feinschmeckern hoch im Kurs steht.
Doch neuerdings erlebt der unscheinbare Frischkäse ein Comeback: Auf TikTok kursieren unzählige Rezepte, die ihn vom unbeliebten Diätkäse zum angesagten Protein-Snack machen.
14. Blauschimmelkäse
An starken Aromen scheiden sich natürlich oft die Geister – Blauschimmelkäse ist da keine Ausnahme. Der würzige Duft, die markante blaue Marmorierung und das Wissen, dass hier tatsächlich Schimmel im Spiel ist, sind für manche Menschen schlicht zu viel.
Für andere hingegen liegt genau hier der Reiz: Ob Roquefort, Stilton oder Gorgonzola – wer kräftige Noten liebt, genießt Blauschimmelkäse pur auf knusprigem Brot oder als würzigen Kick in Soßen und Salaten.
13. Oliven
Bei Oliven heißt es oft: Man muss sich an ihren Geschmack erst herantasten. Kinder lehnen die würzigen Früchte des Olivenbaums oft noch vehement ab, im Erwachsenenalter entdeckt dann aber doch so mancher ihre Vorzüge.
Doch auch wenn die kleinen mediterranen Steinfrüchte nachweislich gut fürs Herz sind, überzeugt ihr kräftig-salziger Geschmack nicht jeden.
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12. Marzipan
Alle Welt pilgert nach Lübeck, um Marzipan zu kaufen, denn die Hansestadt gilt als das Zentrum der Marzipanproduktion in Deutschland. Lübecker Marzipan ist europaweit bekannt und geschützt – nur bestimmte Hersteller dürfen ihre Produkte so nennen.
Zubereitet wird es aus Mandeln, Zucker oder Honig und etwas Eiweiß. In Kuchen, Desserts und Süßigkeiten dient es als cremige Füllung oder feste Schicht. Doch während der intensive Mandelgeschmack für viele ein Traum ist, halten es andere dagegen für zu mächtig und viel zu süß.
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11. Saure Gurken
Die einen sortieren sie aus, die anderen stibitzen sie von fremden Tellern: saure Gurken. Die kleinen, in Essig eingelegten Gurken sind mal pur, mal gewürzt mit Dill, Senfkörnern oder Knoblauch im Glas zu finden.
Wir kennen sie als Topping auf dem Burger oder als klassische Garnitur auf dem Abendbrotteller neben Käse und Wurst. Ihr kräftig-säuerliches Aroma macht sie für Fans unverzichtbar – und für Gegner absolut ungenießbar.
10. Lakritz
Auch Lakritz liebt man oder hasst man. Die schwarze Masse wird aus der Süßholzwurzel gewonnen und schmeckt kräftig nach Anis. Diesen leicht bitteren Geschmack empfinden viele als unangenehm.
Im deutschsprachigen Raum, Skandinavien, Großbritannien oder den USA wird es in allen möglichen Formen verkauft – süß und salzig. Manche schätzen es sogar wegen seiner beruhigenden Wirkung auf den Magen. Besonders in Finnland ist Lakritz ein echter Kult: Dort darf es ruhig richtig salzig sein – je herber, desto besser.
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9. Okraschoten
Ihren Ursprung haben Okraschoten in Afrika, wo sie bis heute ein fester Bestandteil vieler Gerichte sind. Von dort aus fanden sie auch ihren Weg in die türkische Küche, wo sie in einem Eintopf mit Lamm und Tomaten traditionell geschmort und mit Zitrone verfeinert werden.
Charakteristisch ist die besondere Konsistenz: Beim Kochen geben die Samen eine Flüssigkeit ab, die Suppen und Soßen wunderbar bindet. Doch genau dieser Schleimfilm macht Okra für viele zu einem abstoßenden Gemüse, denn wer die Zubereitung nicht beherrscht, hat schnell ein glibberiges Gemüse auf dem Teller.
8. Koriander
Bei Koriander entscheidet nicht nur der persönliche Geschmack – hier mischt die Genetik kräftig mit.
Manche Menschen haben ein Gen, das die Blätter seifig schmecken lässt. Für sie ist Koriander somit ungenießbar, egal ob frisch über Tacos gestreut oder in einer vietnamesischen Phở-Suppe. Dabei gehört das Kraut in vielen Küchen der Welt unverzichtbar dazu, von Mexiko über Indien bis Vietnam.
7. Leber
Innereien sind in vielen Küchen rund um den Globus eine Delikatesse. Und spielen heute wieder eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, möglichst viel vom Tier zu verwerten.
Die Leber ist da ein beliebtes Organ, das durchaus Nährstoffe und einen kräftigen Geschmack mitbringt. Doch genau dieser sorgt für Streit: Während die einen schwören, dass gebratene Leber ein Hochgenuss ist, kritisieren andere das metallische, manchmal bittere Aroma des Fleisches.
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6. Kapern
Kapern sind klein, rund – und haben es geschmacklich in sich. Die essbaren Blütenknospen des Echten Kapernstrauchs werden von Hand gepflückt und dann in Salzlake oder Essig eingelegt.
Ihr intensives, salzig-säuerliches Aroma hebt Gerichte wie Vitello Tonnato oder Königsberger Klopse auf ein neues Level. Auch auf der Pizza oder in der Pastasauce bringt sie den besonderen Kick. Doch wo Fans ins Schwärmen geraten, zucken andere schon beim ersten Biss zusammen: Für sie sind Kapern einfach viel zu dominant.
5. Schnecken
In Frankreich findet man Schnecken in Butter, Knoblauch und Kräutern auf vielen Speisekarten. Klingt edel – und wenn man es nüchtern betrachtet, gar nicht so abwegig. Schließlich sind Schnecken mit Muscheln und Tintenfischen verwandt, die einige von uns gern essen.
Trotzdem sorgt der Gedanke an die kleinen Weichtiere als Lebensmittel bei vielen für Gänsehaut. Vielleicht, weil wir sie eher als Gartenschädlinge sehen. Und auch die etwas gummiartige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache.
4. Spargel
Nur weil ein Gemüse als Delikatesse gilt, heißt das noch lange nicht, dass es alle mögen. Spargel ist aufwendig im Anbau und entsprechend teuer. Lohnt sich das? Für viele gehört er als kulinarisches Highlight im Frühjahr einfach dazu, für andere ist er schlicht überbewertet.
Die jungen Triebe sind zwar zart, können aber – je nach Qualität oder Zubereitung – auch schnell faserig oder holzig wirken, was vielen den Genuss verdirbt. Dazu kommt der bekannte Nebeneffekt: Spargel wirkt harntreibend und kann den Urin zudem durch schwefelhaltige Abbauprodukte stark riechen lassen.
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3. Blutwurst
Zugegeben: Schon der Name klingt nicht unbedingt nach Genuss. Dabei ist Blutwurst in Ländern wie Spanien, Frankreich, Südkorea oder Kenia fester Bestandteil der Küche.
Auch in Deutschland gehört sie zur regionalen Traditionskost und kommt beispielsweise als Zutat von „Himmel und Erde“ im Rheinland oder als „Tote Oma“ in Brandenburg auf die Teller. Während sie also für Liebhaber ein Stück Heimat sein kann, bleibt die Vorstellung, Blut zu essen, für viele doch eher gewöhnungsbedürftig.
2. Sardellen
Sie sind zwar klein, aber geschmacklich ganz groß: Sardellen sind sowohl in mediterranen Gerichten als auch in der englischen Worcestershiresauce vertreten. Ihr intensiver, salziger Geschmack spaltet allerdings die Gemüter.
Die einen lieben Sardellen auf Pizza oder in der Pasta, während andere schon bei der Vorstellung die Nase rümpfen. Auch die weiche Textur und die Angst vor winzigen Gräten dürften da wohl eine Rolle spielen.
1. Austern
Früher Arme-Leute-Essen, heute Luxusgut: Beim Thema Austern gehen die Meinungen so weit auseinander, wie bei kaum einem anderen Lebensmittel.
Man kann sie zwar auch gekocht genießen, doch die klassische Variante wird roh und auf Eis serviert – und in einem Zug hinuntergeschlürft. Genau das ist für viele ein No-Go. Denn die Kombination aus kräftig-salzigem Geschmack und glitschiger Konsistenz empfinden viele als eher eklig. Noch dazu kommt das Risiko, eine schlechte Muschel zu erwischen und sich eine Lebensmittelvergiftung einzufangen.
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