24 Zutaten, die zu Unrecht unterschätzt werden
Diese Lebensmittel verdienen mehr Aufmerksamkeit
Es kann viele Gründe haben, warum wir bestimmte Lebensmittel noch nie probiert haben: Vielleicht schreckt uns allein der Gedanke schon ab, oder wir wissen einfach nicht genau, wie man sie verwendet. Doch es lohnt sich, Neues auszuprobieren – unbekannte Zutaten können vertrauten Gerichten eine ganz neue Geschmacksnote verleihen und die Tür zu kreativen Rezepten öffnen.
Wenn Sie frischen Wind in Ihre Kochgewohnheiten bringen möchten, sollten Sie diese unterschätzten Zutaten bei Ihrem nächsten Wocheneinkauf nicht ignorieren.
Sehen Sie hier 24 Lebensmittel, die eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient haben – bis zur köstlichsten und vielseitigsten Zutat von allen.
(Anmerkung: Unser Ranking basiert auf den Meinungen unseres weitgereisten (und wohlgenährten) Teams. Es ist deshalb zwangsläufig subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)
Adaptiert von Wibke Carter
24. Stangensellerie
Sellerie verdient so viel mehr, als im Kühlschrank zu welken oder auf einem Teller mit Rohkost übrigzubleiben. Angebraten und kombiniert mit Zwiebeln und Karotten bildet er die Basis vieler köstlicher Eintöpfe und Aufläufe.
Doch Sellerie kann noch mehr: Er verleiht Gerichten eine wunderbare Geschmackstiefe und angenehme Textur. Probieren Sie ihn in wärmenden Suppen oder deftigen Eintöpfen, um das Beste aus dieser preiswerten und vielseitigen Zutat herauszuholen.
23. Dijon-Senf
Die große Auswahl an Senfsorten im Supermarkt kann schnell überfordernd sein, doch einige sind nicht ohne Grund wahre Klassiker. Der unverwechselbare, würzig-scharfe Geschmack von Dijon-Senf ist genau das Richtige, um Fisch, Fleisch oder auch Nudelauflauf aufzupeppen. In Sandwiches sorgt er ebenfalls für das gewisse Etwas.
Unser Tipp: Rühren Sie einen Klecks Dijon-Senf in Mayonnaise, um ihr einen dezenten Schärfe-Kick zu verleihen.
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22. Essig
Genau wie Senf ist auch Essig nicht gleich Essig. Man greift schnell zu den immer gleichen Sorten, doch jeder Essig hat sein eigenes, einzigartiges Geschmacksprofil und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Süßer, reichhaltiger Balsamico-Essig lässt sich gut in Marinaden einsetzen, die beim Kochen karamellisieren – oder ganz simpel mit Olivenöl gemischt als köstlichen Brot-Dip. Fruchtiger Rotweinessig hebt den Geschmack vieler Saucen hervor, während milder Reisessig in der asiatischen Küche unverzichtbar ist. Wenn Sie verschiedene Essigsorten als Grundvorrat aufbewahren, eröffnet sich Ihnen eine ganz neue Welt von Rezepten.
21. Schweineschmalz
Bäcker wissen: Schmalz ist der Schlüssel zu einer leichten, blättrigen Teigkruste. Trotzdem wurde dieses traditionelle Schweinefett im Laufe der Jahre gemieden, weil viele nach vermeintlich gesünderen Alternativen suchten – obwohl es weniger gesättigte Fettsäuren enthält als Butter.
Doch Schmalz kann viel mehr als nur Backen! Besonders beim Zubereiten des US-Klassikers Southern Fried Chicken in einer gusseisernen Pfanne entfaltet es sein volles Potenzial, indem es die Panade herrlich knusprig macht.
20. Glatte Petersilie
Die Erinnerungen an welke Garnituren aus krauser Petersilie, die früher beliebt waren, verblassen allmählich, seit sich die glattblättrige Variante durchgesetzt hat.
Fein gehackt entfaltet sie in Salaten, Kartoffelgerichten, Saucen und Kräuterbutter ihr frisches Aroma. Das Einfrieren bietet sich als hervorragende Alternative zur geschmacklich deutlich unterlegenen getrockneten Variante an.
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19. Eingelegte Salzzitronen
Die Zitrone bringt von Natur aus eine helle, frische Note mit, die sowohl süße als auch herzhafte Gerichte veredelt. Wer sich nach einer noch intensiveren Geschmackserfahrung sehnt, sollte eingelegte Zitronen probieren.
Durch das Einlegen in Salz (und gelegentlich Zucker) sowie die Zugabe von Gewürzen wie Pfeffer oder Zimt entfalten sich die Aromen noch intensiver. Sie verleihen gegrilltem Fisch, Fleisch oder geröstetem Gemüse eine starke Zitrusnote.
18. Harissa
Harissa, Nordafrikas feurige Würzpaste, besteht aus roten Chilischoten, Paprikapulver, Knoblauch, orientalischen Gewürzen und – in den meisten Supermarkt-Varianten – Rosenblättern. Von Marokko bis in den Nahen Osten zählt es zu den unverzichtbaren Tischgewürzen und verleiht Saucen, Joghurt, Couscous und Hülsenfrüchten eine charakteristische Schärfe.
Sie verfeinert Lamm-Burger mit einer würzigen Note, verleiht Fisch eine aromatische Kruste oder verwandelt schlichte Mayonnaise in eine pikante Delikatesse.
17. Salz
Der maßvolle Umgang mit Salz ist zwar aus gesundheitlichen Gründen geboten, doch das heißt nicht, dass völlig darauf verzichtet werden muss. Als Geschmacksverstärker spielt Salz eine wichtige Rolle und entfaltet seine Wirkung selbst in süßen Gerichten wie Kuchen und Gebäck.
Wenn Sie es beim Kochen gezielt einsetzen, sollten Sie am Tisch nicht mehr nachsalzen müssen.
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16. Fenchelsamen
Der anis-ähnliche Geschmack von Fenchel ist nicht jedermanns Sache. Wer sich aber darauf einlässt, entdeckt eine wichtige Zutat der mediterranen Küche – denn die Samen dieser vielseitigen Pflanze prägen zahlreiche Spezialitäten der Region.
Besonders die Italiener lieben das Gewürz und geben zerstoßene Fenchelsamen in Würstchen sowie Rohschinken und streuen das gehackte Fenchelgrün über Pasta-Gerichte.
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15. Meerrettich
Meerrettich eignet sich hervorragend, um herzhaften Gerichten Schärfe und Würze zu verleihen. Vielen ist der Geschmack des Gewürzes allerdings zu intensiv.
Für eine mildere Variante empfiehlt sich die frisch geriebene Wurzel, die sich ideal mit Crème fraîche oder einer Mischung aus Essig und Olivenöl kombinieren lässt. Außerdem ist Meerrettich leicht anzubauen und daher eine beliebte Wahl bei Hobbygärtnern.
14. Geräuchertes Paprikapulver
Während in Ungarn scharfe Paprikapulver dominieren, überzeugt das geräucherte Paprikapulver aus Spanien mit einem komplexen Aroma. Es wird über Eichenholzfeuern getrocknet, um den charakteristischen Rauchgeschmack zu entwickeln, und ist in verschiedenen Schärfegraden erhältlich: mild (dulce), leicht scharf (agridulce) und scharf (picante).
Geräuchertes Paprikapulver passt besonders gut zu Kartoffeln und Tomaten – probieren Sie es in der klassischen Tapas-Spezialität Patatas Bravas oder verleihen Sie Ihren Frühstückseiern eine würzige Note.
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13. Sardellen
Bei diesen unscheinbaren kleinen Fischen scheiden sich die Geister – doch wer auf der Suche nach Umami ist (dem sogenannten fünften Geschmack neben salzig, süß, bitter und sauer), hat immer eine Dose Sardellen in der Speisekammer.
Sie verleihen einer italienischen Salsa Verde oder einem klassischen Caesar-Dressing das gewisse Etwas und sind unverzichtbar für den italienischen Klassiker Spaghetti alla Puttanesca, bei dem Sardellen mit Oliven, Kapern, Tomaten und etwas Chili kombiniert werden.
12. Fischsauce
Fans der asiatischen Küche kennen Fischsauce vermutlich schon längst – wer jedoch noch nie Pad Thai probiert hat, könnte etwas ganz Neues entdecken.
Die aus der Flüssigkeit fermentierter Fische gewonnene Sauce mag zunächst gewöhnungsbedürftig erscheinen, doch einmal probiert, macht sie schnell süchtig. Und: Der intensive Geruch ist deutlich stärker als ihr eigentlicher Geschmack. In Südost- und Ostasien ist Fischsauce weit verbreitet – in Thailand steht sie sogar auf fast jedem Restauranttisch.
11. Kapern
Sie mögen wie kleine Bohnen oder Beeren aussehen, aber Kapern sind tatsächlich gereifte Blütenknospen (obwohl auch die Beeren der Kapernpflanze essbar sind). Meist in Salzlake eingelegt, verleihen sie Gerichten eine angenehm säuerliche und salzige Note.
Klassiker wie Spaghetti alla Puttanesca und Remoulade kommen ohne sie nicht aus. Probieren Sie Kapern in einer Sauce, einem Dressing oder streuen Sie sie wie Oliven auf eine Pizza.
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10. Perl-Couscous
Wenn Ihnen der feine Couscous zu wenig Textur bietet, probieren Sie doch mal Perl-Couscous. Diese kleinen Kügelchen aus Hart- und Weichweizen haben mehr Biss und machen sich gut in simplen Salaten, zum Beispiel mit gehackten Tomaten, Fetawürfeln, Olivenöl und Zitrone.
9. Gänse- und Entenschmalz
Welches Fett sich am besten zum Braten eignet, ist heiß umstritten – doch Bratkartoffeln in Enten- oder Gänsefett sind kaum zu übertreffen. Auch Wurzelgemüse bekommt durch eine Zugabe von Gänse- oder Entenfett vor dem Rösten eine herrlich karamellisierte Süße. Beim Braten von Huhn sorgt ein Klecks Entenfett für einen besonders reichhaltigen Geschmack und eine knusprige Haut.
8. Steckrüben
Egal ob püriert, gebraten oder gebacken – dieses bescheidene Wurzelgemüse wird heute oft unterschätzt, doch das könnte sich bald ändern. Steckrüben überraschen mit ihrer natürlichen Süße und schmecken im Sommer besonders frisch.
In den kalten Monaten passen die weißen Winterrüben hingegen perfekt zu einem saftigen Rinderragout – für ein echtes Wohlfühlessen.
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7. Lorbeerblätter
Die getrockneten Blätter des Lorbeerbaums haben ein herbes, würziges Aroma, das sich beim Schmoren besonders gut entfaltet. Sie benötigen Flüssigkeit, um ihren Geschmack abzugeben: Je länger sie in Suppen oder Eintöpfen mitköcheln, desto besser.
Anders als bei vielen Kräutern sind getrocknete Lorbeerblätter aromatischer als frische. Vergessen Sie nur nicht, die Blätter vor dem Servieren zu entfernen.
6. Sumach
Dieses knallrote Gewürz aus getrockneten Beeren ist nicht nur ein Hingucker, sondern überzeugt auch mit seinem leicht säuerlichen Aroma, fruchtiger Frische und einer rauchigen Note.
Es ist unglaublich vielseitig: Wer die nahöstliche Küche erkunden will, sollte es unbedingt in sein Gewürzrepertoire aufnehmen. Neben den zahlreichen traditionellen Gerichten passt Sumach auch in Käsesandwiches, Salate oder auf Pommes.
5. Kaninchenfleisch
Kaninchenfleisch ist auf vielen französischen und italienischen Speisekarten zu finden, doch manche Menschen fühlen sich den Tieren zu verbunden, um sie zu essen. Wer es dennoch probiert, entdeckt ein nährstoffreiches Fleisch mit mildem Wild-Aroma, das ähnlich wie Huhn schmeckt.
Es eignet sich hervorragend für Eintöpfe, Pasteten, Terrinen und Pastasaucen. Besonders köstlich ist es im Blätterteig – dafür einfach langsam in Entenschmalz braten und anschließend backen. Alternativ kann es wie Huhn gebraten werden, bis es knusprig ist.
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4. Getrocknete Bohnen
Bohnen aus der Dose sind einfach und bequem – verständlich, dass getrocknete Bohnen mit ihrer längeren Zubereitungszeit oft nicht die erste Wahl sind. Doch das sollte Sie nicht davon abhalten, getrockneten Bohnen eine Chance zu geben.
Sie erfordern zwar etwas mehr Planung und Geduld, doch sie sind es wert: Getrocknete Bohnen bieten mehr Geschmack, eine bessere Konsistenz und sind ideal für Gemüseeintöpfe und Suppen. Sie liefern rein pflanzliches Protein und nehmen die Aromen von Gewürzen und Kräutern wunderbar auf.
3. Auberginen
Auberginen lassen sich in vielen Rezepten kreativ einsetzen – ihrer Verwendung sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Dieses violette Gemüse wird oft unterschätzt, vielleicht weil es an der Zubereitungsmethode hapert.
Dabei lässt sich mit Auberginen so viel Leckeres zaubern: Probieren Sie Baba Ganoush, ein Auberginen-Dip aus dem Nahen Osten, bei dem das Gemüse über offenem Feuer gegrillt, dann mit der Gabel zerdrückt und mit Tahini, Zitronensaft und Knoblauch vermengt wird.
2. Kichererbsenmehl
Bei Kichererbsenmehl handelt es sich um ein glutenfreies Mehl aus gemahlenen Kichererbsen. Während es in der indischen Küche ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel ist, eignet es sich aufgrund seiner hervorragenden Bindeeigenschaften auch als Ei-Ersatz in veganen Rezepten.
Probieren Sie es als Panade für Pakoras oder verwenden Sie es für selbstgemachte Falafel.
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1. Leber
Erinnerungen an zähe, bittere und verkochte Leber reichen vermutlich aus, um Innereien ein Leben lang zu meiden. Doch es könnte sich lohnen, der Delikatesse eine zweite Chance zu geben.
Kalbsleber entfaltet ihr volles Potenzial bei sanfter Zubereitung, zum Beispiel auf venezianische Art mit langsam geschmorten Zwiebeln. Auch Hühnerleber ist eine beliebte Wahl: Kurz angebraten verfeinert sie Pasta-Gerichte oder lässt sich zu einer leckeren Leberpastete verarbeiten.
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