Man könnte meinen, dass die Mitglieder eines Königs- oder Fürstenhauses aufgrund ihrer privilegierten Stellung Kaviar und Champagner zu ihren Lieblingsgerichten zählen – aber dem ist nicht immer so. Von einfachen Smoothies über Retro-Desserts bis hin zu Bücklingen zum Frühstück: Die vielseitigen Vorlieben des Adels überraschen.
Vom Sonnenkönig bis Prinz Louis: Werfen wir einen Blick auf die Lieblingsgerichte der Royals von damals und heute ...
Adaptiert von Helena Düll und Sandra Schröpfer
Spaniens Königin Letizia setzt auf eine ausgewogene Ernährung, die sie offenbar fit und gesund hält. Laut Medienberichten folgt sie der Perricone-Diät, die den Fokus auf ein inneres Wohlbefinden und entzündungshemmende Lebensmittel legt.
Das bedeutet, dass sie vermutlich reichlich Süßwasserfisch, wie gegrillten Lachs, sowie frisches Gemüse, Beeren, Eier, Blattgemüse, Nüsse, Naturjoghurt und Olivenöl zu sich nimmt – alles Lebensmittel, die in der Mittelmeerregion glücklicherweise in Hülle und Fülle vorhanden sind.
Obwohl Fleisch eine wichtige Zutat in der spanischen Küche ist, isst die in Griechenland geborene Ehefrau und Gemahlin von König Juan Carlos I. kein Fleisch, und das schon seit den 1960er-Jahren nicht mehr.
Es wird jedoch angenommen, dass Königin Sofia Fisch isst, was sie eher zu einer Pescetarierin als zu einer Vegetarierin machen würde.
Die charmante und fortschrittliche Königin von Jordanien, Rania Al-Abdullah, ernährt sich angeblich makrobiotisch und ist eine Verfechterin einer gesunden Lebensweise.
Sie ist bekannt für ihre Vorliebe für Couscous, Mandeln, Walnüsse und die mediterrane Küche. Ihre Lieblingssüßigkeit ist dunkle Schokolade.
Die gebürtige Simbabwerin – eine ehemalige olympische Schwimmerin, die seit 2011 mit Fürst Albert II. von Monaco verheiratet ist – liebt angeblich Zitronenhähnchen mit afrikanischen Gewürzen.
Um in Form zu bleiben, isst die Fürstin viel Fisch sowie frisches Obst und Gemüse und trinkt viel Wasser.
Während ihrer Regentschaft als Königin von Kastilien (von 1474 bis zu ihrem Tod 1504) war Isabel I. für ihre Liebe zum Essen bekannt. Besonders Rebhühner soll sie gerne gegessen haben – und zwar in allen Zubereitungsarten und zu jeder Tageszeit, sogar zum Frühstück.
Außerdem war sie offenbar ein großer Fan von Manjar Blanco, einem cremigen, süß-salzigen Gericht aus Milch, Reismehl, Huhn, Zucker und Rosenwasser.
Gerüchten zufolge war der verstorbene Gemahl von Königin Elisabeth II. ein kleiner Feinschmecker.
Obwohl der Palast seine Lieblingsgerichte nicht verriet, sagt Insider Darren McGrady, dass der Herzog von Edinburgh wohl besonders gerne gälische Steaks aß. Der ehemalige königliche Küchenchef fügte ihnen immer einen Hauch der Würzpaste Marmite hinzu. Steak Diane soll auch zu seinen Leibspeisen gehört haben.
Die zweite Frau von Heinrich VIII., Anne Boleyn, die 1536 enthauptet wurde, liebte Obst. Zwetschgen, Birnen, Pflaumen und Erdbeeren zählten angeblich zu ihren Favoriten.
Der Bäcker Dean Martin, der das Newens Tea House im englischen Kew betreibt, vermutet außerdem, dass das Paar eine Vorliebe für Maid of Honour Tarts – englische Puddingtörtchen, die warm serviert werden – teilte, da Anne angeblich eines aß, als sie den König zum ersten Mal traf.
Die beliebte australische Bürgerliche, die einen dänischen Prinzen heiratete, nachdem sie ihn in einem Pub in Sydney kennengelernt hatte, ist sowohl für ihren Stil als auch für ihre Gelassenheit bekannt.
Es heißt, Mary halte sich an die „dänische Diät“ und verzehre viel fetten Fisch wie Lachs sowie Wurzelgemüse, Kartoffeln und nur eine Brotsorte: Roggen.
Die Tochter von Heinrich VIII., Königin Elisabeth I. von England, liebte Zucker. In der Tudor-Zeit war dieses Lebensmittel nur den ganz Reichen vorbehalten.
Die Königin bevorzugte Marzipan und getrocknete Früchte, die wie eine Art Lutscher gegessen wurden. Aber ihre Zähne litten darunter und wurden im Alter schwarz und faul.
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Der Sonnenkönig von Frankreich, der für den Bau des Schlosses von Versailles verantwortlich war, lebte ein extravagantes Leben und hatte einen unersättlichen Appetit. Seine zweite Frau, Madame de Maintenon, soll gesagt haben, dass sie in einer Woche tot sein würde, wenn sie nur halb so viel zu sich nähme wie ihr Mann.
Ludwig XIV. hatte eine Vorliebe für Austern und Zitrusfrüchte, wie man an der Größe seines Orangenhains erkennen kann. Zudem genoss er seine Speisen gewürzt – sehr zum Leidwesen der Höflinge mit empfindlicherem Magen.
Die französische Königin Marie Antoinette hatte einfache kulinarische Vorlieben – mit der Ausnahme von heißer Schokolade. Ansonsten bevorzugte die gebürtige Österreicherin einfaches österreichisches Brot, das sie an ihre Heimat erinnerte, Brühen, gekochtes Geflügel, Wasser und Limonade. Zudem trank sie nicht viel Alkohol.
Ihr einfacher Essensgeschmack beinhaltete das genaue Gegenteil der üppigen Küche, die am französischen Hof angeboten wurde.
Obwohl die Prinzessin dafür bekannt war, sich gesund zu ernähren – sie vermied Kohlenhydrate und rotes Fleisch und hielt sich an pochiertes Hühnchen und gefüllte Paprika –, schrieb ihr persönlicher Küchenchef McGrady, dass sie auch eine Vorliebe für Süßes gehabt habe.
Diana liebte vor allem die beliebte britische Nachspeise Brot- und Butterpudding, einen einfachen Brotauflauf, und war auch einer Crème brûlée nicht abgeneigt.
Das kleine Energiebündel der britischen Königsfamilie, Prinz Louis, ist immer für eine Überraschung gut – auch, wenn es um seine kulinarischen Vorlieben geht. So liebt der jüngste Sohn von Prinzessin Kate und Prinz William eine Gemüsesorte, die viele andere Kinder wohl eher auf dem Teller liegen lassen würden.
Während eines TV-Auftritts in einer britischen Weihnachtskochshow im Jahr 2019 verriet seine Mutter, dass Louis ein großer Fan von Roter Bete sei. Demnach wird das erdige Wurzelgemüse zusammen mit Karotten und Bohnen im Schlossgarten für die Familie angebaut.
Die russische Kaiserin aus dem 18. Jahrhundert mochte Stör- und Champagnersuppe – ein sehr teures und üppiges Gericht, das für ein hemmungsloses Leben am Hof steht.
Sie mochte auch gekochtes Rindfleisch mit Essiggurken und Schnitzel aus gehacktem Wildfleisch.
Der in Argentinien geborenen niederländischen Königin wird eine Vorliebe für Mousse au Chocolat und Dulce de Leche – karamellisierte Milch – nachgesagt. Außerdem soll sie Hagelslag lieben – das sind dunkle Schokoladenstreusel, die in den Niederlanden auf einem Butterbrot zum Frühstück gegessen werden.
Zu ihrem 49. Geburtstag veröffentlichte Máxima auch das Rezept für ihr Lieblingsgebäck, die argentinischen Alfajores.
Die britische Königin war ein echter Schokoholic: Sie liebte Mousse au Chocolat und Schokoladenkekse – je dunkler die Schokolade, desto besser. 15 Jahre lang war Darren McGrady ihr Privatkoch. Er berichtete, dass sie besonders Minzschokolade und mit Blüten verfeinerte Schokotrüffel mochte.
Ihr absolutes Lieblingsdessert war jedoch eine Schokotarte mit einer Füllung aus Zartbitterschokolade, Eigelb, Sahne und Zimt, verziert mit dunklen und weißen Schokoladenspänen.
Die britische Königin Victoria, die von 1837 bis 1901 auf dem Thron saß, war bekannt dafür, dass sie gerne und schnell aß. Die Monarchin nahm vier Mahlzeiten am Tag ein: Frühstück, Mittagessen, Tee und Abendessen.
Sie ernährte sich fleischlastig, wie es im viktorianischen Zeitalter unter den Wohlhabenden üblich war. Die Königin liebte auch Schokolade, Eiscreme und Kuchen – besonders den klassischen Victoria Sponge Cake, der traditionell zum englischen Nachmittagstee serviert wird.
Kinder im Alter von Prinzessin Charlotte greifen meist zu Eiscreme, Schokolade oder Chips – die junge Prinzessin hingegen hat überraschend ausgeprägte Geschmackspräferenzen. Bei einem Besuch einer Grundschule in Nord-London im Jahr 2019 verriet Prinzessin Kate, dass sowohl sie als auch Charlotte Oliven lieben.
Die Prinzessin von Wales erklärte zudem, dass Charlotte und ihr Bruder George gerne in der Küche mithelfen. Zu ihren Lieblingsrezepten gehört unter anderem selbstgemachte Pasta mit Käse.
Königin Camilla verriet 2013 bei einem Schulbesuch eine etwas überraschende Vorliebe: rohe Erbsen. Am liebsten isst die Frau von König Charles sie direkt aus der Schote im eigenen Garten – so seien sie besonders „köstlich und richtig süß“.
Außerdem gilt sie als Fan des britischen Klassikers Fish and Chips sowie von Baked Beans (offenbar ausschließlich von Heinz) auf Toast.
Als Prinz Harry noch ein kleiner Junge war, waren er und sein älterer Bruder Prinz William Fans von Marmeladen-Rolly-Poly, ein herzhaftes Dessert aus Gelee und Biskuit. Außerdem liebte er laut Ex-Königskoch Darren McGrady britische Klassiker wie Cottage Pie, Braten und Bananen-Flan.
Seit das Herzogspaar in den USA lebt, hat es Harry besonders die Burgerkette In-N-Out angetan – so sehr, dass das Team in seinem Stammlokal laut Herzogin Meghan bereits seine Bestellung kennt.
König Charles III. liebt Eierspeisen zum Brunch – sein Lieblingsrezept für überbackene Eier mit Käse teilte er 2020 auf Social Media.
Auch Quiche zählt zu den Favoriten des Monarchen: Gemeinsam mit Königin Camilla wählte er die französische Tarte sogar persönlich für die Speisekarte der Krönungsfeierlichkeiten 2023 aus.
Über die Essgewohnheiten von Prinzessin Anne ist nicht viel bekannt – sie gilt als zurückhaltend, wie viele Royals, die regelmäßig auswärts essen gehen. Allerdings hat die Tochter der Queen eine Vorliebe für Bücklinge, wie aus einem Empfehlungsschreiben hervorgeht, das sie an Fortune Kippers, ein 140 Jahre altes Unternehmen mit Sitz im englischen Yorkshire, geschickt hat.
Ihre Vorliebe für den salzigen Fisch könnte von der Königin stammen, die regelmäßig Bücklinge zum Frühstück serviert bekam.
Die Amerikanerin, die sich durch ihre Heirat mit Fürst Rainier III. von Monaco einen Traum erfüllte, aß schon als Hollywood-Star vor allem Karotten- und Selleriestangen sowie getrocknete Aprikosen. Sie war eine frühe Verfechterin von Vollkornbrot und Reis und setzte auf eine ausgewogene Ernährung.
Aber auch Erdnussbutter-Sandwiches sind ihr nicht fremd. Denn man sah Gracia Patricia einst im prächtigen Café de Paris am Londoner Piccadilly Circus essen.
Hussein bin Talal, der von 1952 bis zu seinem Tod 1999 König von Jordanien war, aß gerne Hamburger und Pommes frites, wie aus einem Artikel der „United Press International“ (UPI) aus dem Jahr 1985 über ihn hervorgeht.
Seine in den USA geborene vierte Ehefrau und Witwe, Königin Noor, bevorzugt eine natürlichere Ernährung und ist dafür bekannt, dass sie sehr wenig Fleisch isst.
Meghan ist als Fan von frischem und gesundem Essen bekannt – zum Frühstück gibt es bei ihr Haferflocken mit Sojamilch, Bananen und Agavensirup. Außerdem soll sie täglich einen frischen grünen Saft trinken.
Umso überraschender ist es, dass die Frau von Prinz Harry ausgerechnet eine Schwäche für Käse-Makkaroni aus der Tüte hat. Gegenüber der Lifestyle-Plattform „EyeSwoon“ gab sie 2015 an, mittlerweile die Bio-Version ihres Lieblingsgerichts zu kaufen und noch Erbsen unterzurühren – ein „einfaches Kindermenü“, das sie sich ab und zu gönnt.
Der berühmte Tudor-König von England hatte einen berüchtigten Appetit. Die königlichen Festessen der damaligen Zeit waren üppig und fleischlastig – und Heinrich aß sich mit Sicherheit daran satt.
Der Schriftstellerin Bee Wilson zufolge liebte der sechsmal verheiratete König von England jedoch auch Obst, insbesondere Aprikosen, Quittenmarmelade und Orangenkuchen, sowie Gemüse wie Artischocken. Er hatte auch eine Vorliebe für gebackene Neunaugen – eine Fischart – und Mandelcreme.
Der Start in den Tag sieht bei Prinz William gesund aus. Sein Frühstück mag er angeblich schlicht: zwei Eier, Vollkorntoast und eine Tasse Tee.
Hin und wieder bestellt der britische Thronfolger auch beim Imbiss. In einem Radio-Interview verrieten Prinz William und Prinzessin Kate, dass die Wahl meist auf Curry fällt – obwohl Prinz William zugab, scharfes Essen nicht besonders gut vertragen zu können. 2018 äußerte er zudem seine Vorliebe für die Fast-Food-Kette Nando’s, bekannt für ihre Piri-Piri-Hähnchen.
Kate isst gerne gesund, hat aber eine Schwäche für indisches und scharfes Essen. Laut Restaurantkritiker Tom Parker, dem Sohn von Königin Camilla, soll die Prinzessin als Nachtisch besonders Sticky Toffee Pudding lieben – ein typisch britisches Dessert aus Dattelkuchen mit üppiger Karamellsauce. Besonders angetan soll sie von der Version von Rody Warot, Küchenchef im Pub The Old Boot Inn, sein.
Ansonsten schwört sie auf gesunde Kost, zum Beispiel ihren speziellen grünen Smoothie aus Grünkohl, Matcha, Spinat, Koriander und Blaubeeren.
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