Seien es noch halb lebende Oktopusse, die sich im Hals festsaugen können, oder ein Käse mit Madenlarven: Der Verzehr einiger der exquisitesten Delikatessen der Welt kann ernste Folgen haben. Manchmal werden aber auch alltägliche Lebensmittel zur Gefahr, wenn sie nicht richtig zubereitet sind.
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Alle hier aufgeführten Lebensmittel können gefährlich sein. Unsere Liste basiert auf individuellen Forschungsergebnissen und Daten für jede Zutat und jedes Gericht. Das Ranking erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Adaptiert von Barbara Geier und Jasmin Moore
Als Bratkartoffel, Püree oder zu Pommes frites verarbeitet – unser liebstes Wurzelgemüse ist ungemein vielseitig, lecker und kann dennoch gesundheitsschädlich sein. Bei Knollen mit grün verfärbter Schale ist Vorsicht angesagt:
Wenn Kartoffeln Licht abbekommen, bilden sie den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, der für die Grünfärbung verantwortlich ist. Dieser natürliche Prozess ist für Menschen grundsätzlich harmlos und kein Problem für die Gesundheit. Die grüne Farbe kann aber auch ein Indikator für die Bildung von Solanin sein, das zur chemischen Gruppe der Glykoalkaloide gehört – und die Aufnahme einer bestimmten Menge dieser Substanz kann bei Menschen zu Vergiftungen führen. Dies äußert sich in Durchfall, Übelkeit, Krämpfen, Benommenheit, Sehstörungen und Kopfschmerzen. In einigen sehr seltenen Fällen kommt es sogar zu Todesfällen.
Wenn Kartoffeln grüne Stellen entwickelt haben, müssen diese vor dem Kochen großzügig entfernt werden. Bei völlig grünen Kartoffeln heißt es: nicht mehr verwenden und ab in den Kompost. Wenn gekochte Kartoffeln – unabhängig von ihrer Farbe im Rohzustand –besonders bitter schmecken, sollten sie nicht gegessen werden, da dies ein Hinweis auf Solanin ist.
Um den Gehalt des Giftstoffes so niedrig wie möglich zu halten, raten Fachleute für Lebensmittelsicherheit Verbrauchern, Kartoffeln kühl, dunkel und trocken zu lagern. Das verhindert übrigens auch, dass die Knollen keimen. Dann konzentriert sich Solanin, das sonst größtenteils in der Schale steckt, in den Sprossen und deren Ansätzen. Daher sollten auch keimende Kartoffeln nicht verzehrt werden.
Ob in Backwaren, im Kartoffelpüree oder in einer Portion Milchreis – schon ein bisschen Muskat kann ein Gericht verfeinern. Doch Sie sollten niemals zu viel von dem Gewürz konsumieren.
Eine Überdosis Muskatnuss kann zu Verwirrung, Schläfrigkeit, Schwindel und sogar zu Halluzinationen und Krampfanfällen führen.
Muskatnuss enthält Myristicin, das auch Bestandteil von anderen Pflanzen wie Dill und Petersilie ist, und sich auf das zentrale Nervensystem auswirkt.
Laut einer Studie der US-amerikanischen Giftzentrale in Illinois können bereits zwei Teelöffel Muskatnuss zu Vergiftungserscheinungen führen. Glücklicherweise ist es recht einfach, den Verzehr großer Mengen Muskatnuss zu vermeiden.
Grapefruit schmeckt hervorragend zum Frühstück und auch ihr Saft ist erfrischend lecker. Wenn Sie aber Medikamente einnehmen, sollten Sie den Verzehr nochmal überdenken. Diese Zitrusfrucht kann nämlich eine versteckte Gefahr darstellen, da sie mit einigen Medikamenten interagiert und Nebenwirkungen hervorrufen kann.
Viele dieser Medikamente sind weit verbreitet – etwa solche, die zur Regulierung des Blutdrucks und des Herzrhythmus, zur Bekämpfung von Infektionen und zur Senkung des Cholesterinspiegels verschrieben werden.
Grapefruit scheint ein Enzym zu beeinflussen, das beim Abbau verschiedener Medikamente hilft, die sich dann im Blut anreichern. Bei mehr als 50 Medikamenten sind Wechselwirkungen mit Grapefruit und Grapefruitsaft möglich. Deshalb sollte man vor dem Verzehr unbedingt prüfen, ob eines der Medikamente, die man einnimmt, davon betroffen ist.
Alfalfasprossen sehen zwar nicht besonders ansprechend aus, sind aber wahre Nährstoffwunder. Die kleinen gekeimten Samen sind reich an Antioxidantien und können den Cholesterinspiegel senken, Wechseljahrsbeschwerden lindern und den Blutzuckerspiegel regulieren, wie Forscher herausgefunden haben.
Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Sprossen werden in einer sehr warmen, feuchten Umgebung angebaut, in der schädliche Bakterien besonders gut gedeihen.
Alfalfasprossen werden häufig roh in Salaten verzehrt. Aufgrund ihrer speziellen Anbaubedingungen verursachen sie jedoch oft Lebensmittelvergiftungen. So vermeldete das US-Gesundheitsministerium 2023 einen Ausbruch von Salmonellen, von dem 63 Personen betroffen waren. Als Ursache wurden rohe Alfalfasprossen vermutet.
Um das Risiko zu minimieren, sollten Sie die Sprossen innerhalb von zwei Tagen nach dem Kauf verzehren. Während der Schwangerschaft sollte ganz darauf verzichtet werden.
Haben Sie sich beim Schälen einer Mango schon mal gefragt, ob ihre Schale essbar ist? Die Antwort darauf ist: Ja, aber Achtung! Die Schale steckt zwar voller Nährstoffe und Vitamine, enthält aber auch den Wirkstoff Urushiol. Dieses starke Allergen kann bei vielen Menschen schwere Hautreizungen und Reaktionen auslösen.
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Weiteres Thema: Damit die Früchte frisch und frei von Schädlingsbefall bleiben, werden Mangos mit Pestiziden behandelt. Bei hohem Verzehr können diese dauerhaft negative Auswirkungen haben und werden mit Krebs und Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung gebracht.
Ganz unabhängig von ihrer ledrigen Textur und dem bitteren Geschmack tut man daher gut daran, die Schale einfach wegzuwerfen und sich an die leckere orangefarbene Frucht im Inneren zu halten.
Die bittersüße Sternfrucht mit ihrer charakteristischen fünfeckigen Form stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie enthält Oxalsäure und Caramboxin, das für Menschen mit Nierenproblemen fatale Folgen haben kann. Sie können das Gift nicht verarbeiten und ausscheiden, was zu schweren Erkrankungen führen kann. Für Menschen mit gesunden Nieren ist der Verzehr jedoch unbedenklich.
Symptome einer Sternfruchtvergiftung sind Schluckauf, Verwirrtheit und Krampfanfälle. Schluckauf, der nach dem Verzehr von Sternfrüchten nicht aufhört, sollte ernst genommen werden. In schweren Fällen kann eine Sternfruchtvergiftung zu bleibenden Hirnschäden führen oder sogar tödlich enden.
Außerdem kann bereits weniger als eine Tasse Sternfruchtsaft aufgrund des hohen Oxalatgehalts der Frucht (eine organische Säure, die in vielen Pflanzen vorkommt) zu einer Nierenvergiftung führen.
Roher Thunfisch soll wegen der Gefahr einer Quecksilbervergiftung von Kindern und Schwangeren gemieden und von allen außerhalb dieser beiden Gruppen in Maßen verzehrt werden. Diese Tatsache ist einigermaßen bekannt. Viele wissen aber nicht, dass Thunfisch noch weitere Gefahren birgt.
So gehört Thunfisch zu den Fischarten, bei deren Verzehr Scombroid-Vergiftungen auftreten können, wenn sie nach dem Fang nicht ordnungsgemäß gekühlt wurden.
Die Symptome der Vergiftung, die auf einen hohen Gehalt an Histamin zurückzuführen sind, gleichen einer allergischen Reaktion und werden daher auch oft fälschlicherweise als Nahrungsmittelallergie gedeutet. Dazu gehören häufig Kopfschmerzen, Rötung der Gesichtshaut, Juckreiz, Krämpfe, Schluck- und Atembeschwerden, verschwommenes Sehen und Herzklopfen. All das tritt innerhalb weniger Minuten bis zu einer Stunde nach dem Verzehr auf.
Um dies zu vermeiden, kaufen Sie Thunfisch (genau wie jede andere Art Fisch) am besten nur im vertrauenswürdigen Fachhandel, wo die Ware korrekt gelagert wird. Gefrorener Fisch sollte so schnell wie möglich aufgetaut und ohne große Verzögerung danach verzehrt werden – und auf keinen Fall wieder einfrieren!
Bohnen sind eine kostengünstige Zutat, können aber auch giftig sein, wenn sie nicht richtig zubereitet werden. Der Verzehr roher Bohnen kann zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und anderen Magen-Darm-Beschwerden führen, da sie einen hohen Gehalt an Lektinen (kohlenhydratbindende Proteine) aufweisen.
Rote Kidneybohnen sind besonders reich an Lektinen – bereits nach dem Verzehr von vier bis fünf rohen Kidneybohnen treten Nebenwirkungen auf.
Obwohl alle Lebensmittel Lektine enthalten, sind sie in Bohnen und Hülsenfrüchten besonders konzentriert. Durch das Kochen der Bohnen werden die Lektine abgebaut, sodass sie unbedenklich verzehrt werden können. Kidneybohnen sollten idealerweise über Nacht eingeweicht und vor dem Verzehr gekocht werden. Alternativ kaufen Sie einfach bereits gekochte Kidneybohnen aus der Dose.
Zwar müsste man eine große Menge Apfelkerne zu sich nehmen, damit es tödlich endet, doch der Verzehr sollte sicherheitshalber vermieden werden.
Blausäure kann Herz- und Hirnprobleme verursachen und bereits in geringen Mengen zur Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Essen Sie daher am besten einfach nur das Fruchtfleisch.
Quallen sind zwar bekannt für ihr brennendes Gift, werden aber auf der ganzen Welt gegessen. Allerdings muss es sich um eine für den Menschen essbare Art handeln und diese muss richtig zubereitet werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung, wenn das Gift der Qualle in das Endprodukt gelangt.
Nur wenige Quallenarten können gefahrlos verzehrt werden, dennoch sind sie in China, Japan und anderen asiatischen Ländern eine beliebte Delikatesse.
Die Leuchtqualle, die im Mittelmeerraum vorkommt, ist eine solche essbare Art. Sie wird in Zitronensaft, Essig und Wasser gekocht, was die gefährlichen Chemikalien entfernt. Dann wird sie normalerweise paniert und gebraten. Sie ist dennoch mit Vorsicht zu genießen: Bleiben Quallen nach dem Fang zu lange liegen, sind sie anfällig für Bakterien und daher potenziell gefährlich.
Sie kauen vermutlich nicht regelmäßig absichtlich den Aprikosenstein oder das Apfelgehäuse. Aber achten Sie darauf, dass dies auch nicht aus Versehen passiert. Obststeine enthalten nämlich einen Stoff, der im Körper zu Blausäure wird.
Die Dosis ist zwar gering und nur tödlich, wenn eine große Menge verzehrt wird, allerdings gab es in den letzten Jahren einige Fälle von Blausäurevergiftungen, die im Zusammenhang mit dem Verzehr von Kirschkernen standen.
Das versehentliche Verschlucken eines ganzen Steins ist von der Gefahrenmeldung ausgeschlossen, denn in diesem Fall wird er in der Regel unversehrt wieder ausgeschieden.
Wenn Sie also doch einmal einen Kirschkern verzehren, besteht kein Grund zur Sorge. Das heißt aber nicht, dass es eine gute Idee ist, das ständig zu tun. Die Kerne können einen Darmverschluss verursachen – außerdem besteht Erstickungsgefahr.
Es gibt zwei Hauptarten von Mandeln: süße und bittere Mandeln. Süße Mandeln sind verzehrfertig, man kann sie also ohne Vorbereitung knabbern. Mit Bittermandeln verhält es sich anders: Sie schmecken nicht nur unangenehm, sondern können auch tödlich sein.
Bittermandeln enthalten im Gegensatz zu süßen Mandeln das Glykosid Amygdalin, das sich beim Verzehr in lebensgefährliche Blausäure zersetzt.
Schon eine kleine Handvoll roher Bittermandeln kann einen Erwachsenen vergiften – etwa 50 Stück können tödlich sein. Durch das Kochen der Bittermandeln wird ihr Blausäuregehalt reduziert. Tatsächlich werden sie zur Herstellung verschiedener Lebensmittel wie Bittermandel-Extrakt und Marzipan verwendet.
In einigen Ländern (auch in Europa) kann man Bittermandeln zum Backen kaufen. Wer sie aber als Snack genießen möchte, sollte unbedingt zu süßen Mandeln greifen.
Casu Marzu bedeutet übersetzt „verdorbener Käse“. Als wenn das nicht schon abschreckend genug wäre, enthält der Käse auch noch Fliegenlarven! Die sardische Spezialität entsteht, indem ein Pecorino so lange an der Luft reift, bis Fliegen darin ihre Eier ablegen und sich Maden bilden. Die Fliegenlarven sollen sich von dem Käse ernähren, bis er weich wird und langsam zusammenfällt.
Obwohl die Delikatesse auf Sardinien seit Jahrtausenden gegessen wird, warnen Experten davor, dass mitverzehrte Maden den Darm schädigen können. Der Käse verstößt gegen die in der EU geltenden Hygienevorschriften und darf offiziell weder hergestellt noch verkauft werden.
Laut Guinness-Buch der Rekorde ist Casu Marzu der gefährlichste Käse der Welt. Selbst auf seiner Heimatinsel Sardinien ist der Käse umstritten: Die einen lieben ihn und sind stolz auf seine Geschichte und Tradition, den anderen schaudert es bereits beim Gedanken.
Auch der rechtliche Status des Käses spiegelt diese gegensätzlichen Haltungen wider – obwohl er nicht legal verkauft werden darf, ist er als traditionelles Produkt Sardiniens registriert und geschützt.
Wie viele andere Hülsenfrüchte sind Riesenbohnen – auch Jackbohnen genannt – für den Rohverzehr ungeeignet und müssen vor dem Essen richtig zubereitet werden. Wer getrocknete Riesenbohnen anstatt die Variante aus der Dose verwendet, sollte daher besonders vorsichtig sein.
Rohe Riesenbohnen enthalten das Pflanzengift Linamarin, bei dem während des Verdauungsprozesses Zyanid (Blausäure) freigesetzt wird.
Um das Hülsengemüse sicher zuzubereiten, müssen getrocknete Riesenbohnen über Nacht eingeweicht und nach dem Abtropfen und Abspülen eine Stunde lang in Wasser oder Brühe gekocht werden. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall für Riesenbohnen aus der Dose, um das Risiko einer möglichen Erkrankung zu vermeiden.
Bei vielen Pflanzen steckt das Gesunde in den Blättern. Anders beim Rhabarber, dessen Blätter nicht für den Verzehr geeignet sind. Sie enthalten Oxalsäure, die sich – wenn sie in großen Mengen verzehrt wird – mit dem Kalzium im Körper verbindet und in der Niere Oxalatkristalle bilden kann.
Im schlimmsten Fall versagen die Nieren oder der Verzehr der Blätter führt zum Tod.
Weitere Symptome einer Vergiftung durch Rhabarberblätter können Magenschmerzen, Erbrechen und sogar Krampfanfälle sein. Man müsste eine große Menge Rhabarberblätter verzehren, um daran zu sterben, wobei bereits bestehende Nierenprobleme das Risiko erhöhen können. Essen Sie also am besten immer nur die Rhabarberstiele.
Diese dunklen Beeren wachsen in Europa und Amerika an Holunderbäumen und werden traditionell zur Behandlung von Erkältungen und Grippe im Winter verwendet.
Die Früchte müssen allerdings unbedingt richtig gekocht werden. Genau wie die Blätter, Zweige, Wurzeln und Samen, die entfernt werden müssen, enthalten die rohen Beeren Giftstoffe, die sich in Blausäure umwandeln und schwere Lebensmittelvergiftungen mit Übelkeit und Durchfall verursachen können.
Holunderbeeren sind laut Experten nicht für Kinder geeignet – und auch Nahrungsergänzungsmittel und andere Produkte aus Holunderbeeren sollten von Kindern ferngehalten werden. Außerdem sollte man bei der Suche nach Holunderbeeren in der Natur immer vorsichtig sein. Während amerikanische und europäische Holunderbeeren essbar sind, können andere Arten giftig sein und sollten nicht verzehrt werden.
Keine Sorge, Cashewkerne aus dem Supermarkt sind in der Regel geschält, getrocknet und geröstet und können problemlos verzehrt werden.
Die Schale roher Cashews hingegen – die eigentlich die Samen des Cashewapfels sind – enthält das Allergen Urushiol, das wir bereits bei der Mango-Schale kennengelernt haben und das auch in Giftefeu vorkommt. Bei einem Vorfall klagten 20 Prozent der Personen, die Cashew-Nüsse mit Urushiol-Rückständen gekauft hatten, über einen Hautausschlag.
Obwohl Cashewnüsse ursprünglich aus Brasilien stammen, werden sie in vielen Teilen der Welt angebaut, darunter Mittel- und Südamerika, Afrika, Indien und Südostasien. Sie werden oft als roh bezeichnet, doch die Cashewnüsse, die Sie in Supermärkten finden, wurden sorgfältig behandelt.
Sie werden zunächst aus ihren roten, birnenförmigen Steinfrüchten, den sogenannten Cashewäpfeln geerntet, und dann bei hoher Temperatur gekocht und geschält. Anschließend werden sie entweder roh (ohne Zusätze) verpackt und verkauft oder erneut geröstet.
Jedes Jahr wieder wird vor dem Verzehr von Fesikh gewarnt, einem vergorenen und gesalzenen Fischgericht, das traditionell während des ägyptischen Frühlingsfestes Sham el-Nessim gegessen wird.
Wenn aber der Fisch nicht genügend gesalzen oder nicht ausreichend getrocknet wird, kann Fesikh wochenlang im anaeroben Zustand bleiben. Das schafft den perfekten Nährboden für gefährliche Krankheitserreger, die Botulismus verursachen. Botulismus kann zu Übelkeit, Lähmungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.
2019 wurden allein in der ägyptischen Stadt Alexandria 70 Menschen nach dem Verzehr des Fischgerichts ins Krankenhaus eingeliefert, eine Person starb. 1991 starben 18 Menschen, es war das bisher schlimmste Jahr für Fesikh-Todesfälle.
Das Gericht ist nicht bei allen Ägyptern beliebt, wird aber als Teil ihrer nationalen Identität betrachtet und zu vielen besonderen Anlässen gegessen, einschließlich muslimischer und christlicher Feiertage.
Pangium edule ist ein großer Baum, der im Dschungel von Malaysia, Indonesien und Singapur vorkommt und riesige Früchte trägt. Während das fleischige Innere der Frucht eingelegt oder gekocht werden kann, muss bei der Verarbeitung große Sorgfalt walten.
Die Haut steckt voller Blausäure, die äußerst gefährlich und sogar tödlich sein kann. Die richtige Zubereitung der Tropenfrucht ist ein langwieriger Prozess, aber entscheidend, um eine Katastrophe zu verhindern.
Um einen sicheren Verzehr zu gewährleisten, müssen die Früchte tagelang in frischem Wasser eingeweicht werden, bevor sie gekocht, in Bananenblätter eingewickelt und für über einen Monat in der Erde vergraben werden.
Während dieser Zeit verfärbt sich die cremeweiße Farbe der Frucht braun oder schwarz, und durch die Gärung wird die Blausäure, das beim Kochen nicht freigesetzt wurde, aus der Frucht entfernt. Die Blausäure kann dann ausgewaschen und die Frucht zu einer Paste namens Rawon gemahlen werden, die in einer Vielzahl von Gerichten verwendet wird.
Bei einem so ominösen Namen verwundert es nicht, dass die Rotfleischige Archenmuschel gefährlich werden kann. Die rote Farbe aber, die durch hohe Hämoglobinwerte (das Protein, das Blut rot färbt) verursacht wird, ist nicht der Grund. Vielmehr besteht die Gefahr darin, dass die Muscheln nachweislich Krankheitserreger wie Hepatitis A, Typhus und Ruhr enthalten, da sie in unhygienischen, oft verschmutzten Gewässern leben.
Wie andere Muscheln (etwa Miesmuscheln, Venusmuscheln, Austern und Jakobsmuscheln) filtrieren rotfleischige Archenmuscheln Wasser, um an ihre Nahrung zu gelangen. Das bedeutet auch, dass sie sehr anfällig für die Aufnahme von Krankheitserregern sind.
1988 wurden sie in Shanghai nach einem schweren Hepatitis-A-Ausbruch verboten. 300.000 Menschen sollen damals nach dem Verzehr erkrankt sein. Aus demselben Grund wurden die Muscheln aus China seitdem auch in den USA verboten.
Dennoch gelten sie bei vielen Menschen immer noch als Delikatesse, solange sie möglichst sicher gezüchtet, gelagert und gekocht werden.
Larb – auch bekannt als Laab oder Laap – ist ein in ganz Asien beliebtes Gericht, das vor allem in Laos und Thailand gegessen wird. Der frische, würzige Salat wird mit Kräutern, Zitronengras, Chili, Zwiebeln und rohem Hackfleisch zubereitet, in der Regel Huhn, Rind, Lamm oder Schwein.
Der Verzehr von rohem Fleisch kann jedoch immer mit Risiken einhergehen. Es kann mit gefährlichen Bakterien verunreinigt sein, darunter Salmonellen, E. coli, Listerien und Campylobacter. Rohes Fleisch kann auch Parasiten enthalten, die zu schweren Erkrankungen oder sogar zum Tod führen können.
In der Vergangenheit gab es mehrere Fälle von Parasiteninfektionen und sogar Todesfälle, die mit dem Verzehr von Larb in Verbindung gebracht wurden. 2018 erkrankten in Kalifornien beispielsweise ein Dutzend Menschen an Trichinellose, nachdem sie Larb gegessen hatten. Diese lebensmittelbedingte Erkrankung wird durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch erkrankter Tiere ausgelöst.
Wenn Sie dieses Gericht probieren möchten, dann bereiten Sie Larb am besten mit gekochtem Fleisch zu oder sogar vegetarisch, wobei das Fleisch durch Pilze oder anderes Gemüse ersetzt wird.
Die traditionelle isländische Spezialität Hákarl besteht aus Grönlandhai, der sechs Monate lang fermentiert wurde. Frisch verzehrt wäre der Fisch giftig, weil Haie einen hohen Gehalt an Giftstoffen in ihrem Fleisch haben – diese können ein starkes Unwohlsein hervorrufen und sogar zu Erblindung und im Extremfall zum Tod führen.
Mit der langen Reifezeit neutralisiert sich das Gift und der Verzehr gilt als unbedenklich – allerdings wird durch die Zersetzung viel Ammoniak freigesetzt, was sehr abstoßend riechen kann.
Es gibt zwei Hauptsorten von Hákarl: Glerhákarl, der zäh ist und eine rötliche Farbe hat, und Skyrhákarl, der weiß ist. Sowohl der Geruch als auch der Geschmack können für Ungeübte unangenehm sein, aber die isländische Bevölkerung isst ihn bereits seit die Wikinger vor vielen Jahrhunderten auf die Insel kamen. Früher wurde er unterirdisch fermentiert, aber heute wird er in Behältern gelagert, während er reift.
Die „Dragon's Breath Chili“ (zu Deutsch: Drachenatem-Chili) soll die schärfste Chilischote der Welt sein. Inoffizielle Tests ergaben einen Schärfegrad von 2,48 Millionen Scoville-Einheiten, der den des vorherigen Spitzenreiters namens „Carolina Reaper“ (bis zu 2,2 Millionen Scoville-Einheiten) übertrifft.
Deshalb warnen Forscher davor, dass der Biss in eine dieser kleinen, roten Schoten zu einem anaphylaktischen Schock und in einigen seltenen Fällen zum Tod führen kann.
Die Chilischote wurde ursprünglich als lokales Betäubungsmittel entwickelt. Heutzutage verwenden einige Menschen die Schoten auch zur Herstellung von Produkten wie Chiliflocken und Chilipulver und bauen ihre eigenen Pflanzen an, um sie regelmäßig zu ernten.
Menschen, die nicht an den Verzehr von so scharfen Zutaten gewöhnt sind, können jedoch aufgrund des hohen Capsaicin-Gehalts Symptome wie Erbrechen, Schwitzen, Zittern und Bauchschmerzen entwickeln.
Maniok, eine unglaublich vielseitige Wurzel aus Südamerika, kann zur Herstellung von Tapioka, Pommes frites, Kuchen, Brot und vielem mehr verwendet werden und ist eine hervorragende Kohlenhydratquelle. Nur roh verzehren sollte man sie niemals, denn die Wurzel enthält mit Linamarin einen Stoff, von dem wir auch bereits gehört haben (Stichwort: Riesenbohne), der sich in Blausäure umwandeln kann.
Wird Maniok nicht richtig zubereitet, kann er schwere Nebenwirkungen wie Schwindel, Erbrechen und Krämpfe haben. Roher Maniok muss geschält und gründlich gekocht werden, um essbar zu sein. Da die Wurzel eine dicke Schale hat, ist ein Messer besser geeignet als ein Gemüseschäler.
Insbesondere für Kinder kann roher Maniok gefährlich werden. 2005 starben auf den Philippinen 27 Schulkinder und weitere 100 kamen ins Krankenhaus, nachdem sie unsachgemäß zubereiteten Maniok von einem Straßenhändler gegessen hatten.
Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten die Wurzeln also immer gegart werden, egal ob gekocht, frittiert oder gegrillt. Auch Produkte, die aus rohem Maniok hergestellt werden, können ein Risiko darstellen, zum Beispiel nicht richtig raffinierte Tapioka. Solange Maniok (und alles, was daraus hergestellt wird) richtig zubereitet wird, kann er jedoch bedenkenlos verzehrt werden.
Jamaikas Nationalgericht, Akee mit „Saltfish“, besteht aus gesalzenem und getrocknetem Kabeljau, der mit dieser gefährlichen Frucht gekocht wird. Unreife Akees und die Samen können allerdings tödlich sein. Sie enthalten die Giftstoffe Hypoglycin A und B, dürfen also niemals zu früh geerntet werden. Der Verzehr kann zu Lebensmittelvergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Erschöpfung führen.
Der Verzehr von unreifen Akees kann außerdem zu Hypoglykämie (Unterzuckerung) führen, was sehr gefährlich sein kann. In extremen Fällen können Betroffene ins Koma fallen oder sogar sterben.
Akees können nur dann bedenkenlos verzehrt werden, wenn sie voll ausgereift sind – und auch dann sind nur die reifen Samenmäntel (Arilli) genießbar, die sichtbar werden, wenn die Frucht aufplatzt und sich entlang der Nähte in drei Teile aufspaltet. Der Rest der Frucht bleibt auch in reifem Zustand giftig. Aufgrund der Risiken wurden rohe Akees in den USA verboten.
Oktopus kann zwar roh verzehrt werden, aber würden Sie die Delikatesse auch dann essen, wenn sie sich noch bewegt? Sannakji ist ein koreanisches Gericht aus rohem Baby-Oktopus, der in lebendigem Zustand in Stücke geschnitten und dann direkt serviert wird.
Manchmal wird er sogar im Ganzen um Essstäbchen gewickelt und dann gegessen. Sein milder Geschmack wird mit Sesamöl und -samen oder roter Chilipaste verfeinert.
Da in den rohen Tentakeln aber noch Nervenaktivität vorhanden ist, besteht Erstickungsgefahr. Die Stücke können sich auf dem Teller und im Mund noch bewegen und im Hals festsaugen.
Laut Schätzungen sterben jedes Jahr etwa sechs Menschen nach dem Verzehr des tödlichen Gerichts. Um dieses Schicksal zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Oktopus gründlich zu kauen und mit einer Tasse grünem Tee hinunterzuspülen.
Vom Austern-Seitling bis zum Pfifferling gibt es viele Pilzsorten, deren Verzehr absolut unbedenklich und äußerst lecker ist. Leider gibt es aber auch einige, die extrem gefährlich sind. Pilze wie der Frühlings-Knollenblätterpilz, der Gift-Häubling und der Grüne Knollenblätterpilz dürfen auf keinen Fall verzehrt werden, da sie hochgiftig sind, schwere Nebenwirkungen haben und im Extremfall sogar tödlich sein können.
Laut Berichten sind 90 Prozent aller Todesfälle im Zusammenhang mit Pilzvergiftungen auf den Grünen Knollenblätterpilz zurückzuführen. Diese großen, flachen Pilze sehen unschuldig aus, da sie nicht so farbenfroh sind wie viele andere Giftpilze.
Hinzu kommt, dass junge Exemplare normalen Zuchtchampignons ähneln. Doch sie enthalten das Gift Amanitin, und schon ein halber Pilz kann tödlich sein. Pilze sammeln kann ein tolles Hobby sein, aber auch tödlich enden, wenn man es falsch macht.
Fugu ist eine berühmt-berüchtigte Delikatesse aus rohem Kugelfisch, die tödlich sein kann. Das japanische Gericht darf nur von speziell ausgebildeten Köchen zubereitet werden. Die inneren Organe des Kugelfischs enthalten das tödliche Gift Tetrodotoxin, das 1.200-mal stärker als Blausäure ist.
Bei nicht sachgemäßem Umgang mit Fugu können daher Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Muskellähmungen auftreten, was zum Erstickungstod führen kann.
Nach Angaben japanischer Behörden gibt es jährlich etwa 30 Fälle von Kugelfischvergiftungen und alle paar Jahre wird ein Todesfall verzeichnet. Zu den anderen Kugelfischen, die mit Vorsicht zu genießen sind, gehört der Silberstreifen-Kugelfisch, der in Mittelmeerländern wie der Türkei, Ägypten und dem Libanon verzehrt wird. Auch aus diesen Ländern wurden Tetrodotoxin-Vergiftungen gemeldet, mit zehn Todesfällen in den letzten Jahren.
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