Ob als Sticks, Schnitzel oder im Ganzen gebraten: Hähnchen gehört zu den beliebtesten Fleischsorten weltweit. Kein Wunder, denn es ist günstig, vielseitig und schmeckt einfach lecker. Doch es ist gar nicht so leicht, in Sachen Hygiene, Lagerung und Zubereitung alles richtigzumachen.
Damit Sie Ihr Geflügel in Zukunft mit (noch mehr) Genuss essen können, haben wir Ihnen hier 25 der häufigsten Fehler im Umgang mit Hühnerfleisch zusammengestellt – und geben praktische Tipps, wie es besser geht.
Adaptiert von Alina Halbe
Hähnchen schmeckt nicht nur aus der Pfanne lecker. Auch Airfryer eignen sich perfekt für unzählige Rezepte rund um diese Fleischsorte.
Ob mit Parmaschinken umwickelte, gefüllte Hähnchenfilets, knusprige Flügel oder sogar ein ganzes Brathähnchen – Ihrer Kreativität sind mit den praktischen Heißluftfritteusen kaum Grenzen gesetzt.
Sie denken, Sie können Ihr Lieblings-Fast-Food nicht zu Hause zubereiten? Stimmt nicht! Selbstgemachte Nuggets sind nicht nur (mindestens) genauso knusprig und lecker, Sie wissen dann vor allem auch ganz genau, welche Zutaten in der Mahlzeit stecken.
Schneiden Sie das Hähnchen in mundgerechte Stücke, panieren Sie es in gewürztem Mehl, Ei und Semmelbröseln und braten Sie die Nuggets rund acht Minuten lang in Pflanzenöl. Für eine fettreduzierte Variante können Sie die Nuggets auch im Ofen oder in der Heißluftfritteuse zubereiten.
Ein Brathähnchen mit labbriger Haut möchte man wirklich nicht auf den Tisch stellen. Um das zu vermeiden, empfehlen Profi-Köche, das rohe Hähnchen kurz mit kochendem Wasser zu übergießen. So zieht sich die Haut zusammen und das Fett wird besser ausgelassen – das Ergebnis: eine herrlich knusprige Kruste nach dem Braten.
Tupfen Sie das Hähnchen nach dem Übergießen gründlich mit Küchenpapier trocken und lassen Sie es anschließend eine Stunde im Kühlschrank ruhen, damit es richtig abtrocknet. Danach nur noch würzen und braten, bis das Fleisch durch und die Haut wunderbar kross ist.
Es gibt eine zuverlässige Möglichkeit, Reste von frittiertem Hähnchenfleisch ungenießbar zu machen: Man wärmt sie in der Mikrowelle auf. Klar, das Fleisch ist trotzdem noch essbar, doch die Haut wird weich und matschig.
Besser: Erhitzen Sie das Fleisch im Ofen oder im Airfryer für etwa 20 Minuten bei hoher Temperatur, damit es knusprig bleibt. Wichtig: Hähnchen nur einmal aufwärmen!
Saftiges Hähnchenfleisch? Gelingt, wenn man einzelne Stücke für die Zubereitung in Folie wickelt, idealerweise garniert mit einer leichten Sauce.
Ein wenig Hühnerbrühe, Olivenöl und Zitronensaft oder Weißwein wirken Wunder. In diesen Päckchen gart das Fleisch schonend im eigenen Dampf und wird herrlich zart – und Sie sparen sich auch noch Abwasch, weil die Folie nach dem Essen einfach entsorgt werden kann. Alternativ klappt es auch ohne Sauce, da schon die Folie dafür sorgt, dass die Flüssigkeit eingeschlossen bleibt.
Wenn Sie sich schon die Mühe machen, ein Brathähnchen zuzubereiten, sollte es natürlich nicht trocken werden. Damit das Fleisch richtig saftig bleibt, gibt es ein paar Tricks.
Besonders raffiniert ist es, gehackte frische Kräuter in Eiswürfeln einzufrieren und vor dem Braten ein paar dieser Kräuterwürfel ins Innere des Hähnchens zu legen. Beim Garen schmilzt das Eis langsam und sorgt dafür, dass das Hähnchen von innen heraus sanft gedämpft wird – so bleibt das Fleisch wunderbar zart und saftig.
Sicher, Bratpfannen sind für viele Gerichte praktisch, aber wenn Sie ganze Hähnchenfilets zubereiten und es wie im Restaurant schmecken soll, greifen Sie besser zu einer schweren Grillpfanne.
Durch den geriffelten Boden bekommt das Fleisch nicht nur eine schöne Farbe, sondern auch ein leicht rauchiges Grillaroma – und das macht aus einem simplen Hähnchengericht einen echten Gaumenschmaus.
Theoretisch kann man Hähnchenfleisch in gefrorenem Zustand braten, allerdings sollte es dann in den Backofen und auf keinen Fall in den Schongarer.
Zeit sparen Sie damit übrigens nicht, da sich die Zubereitungszeit erheblich verlängert. Von daher gilt: Immer frisches Fleisch verarbeiten oder es über Nacht schonend im Kühlschrank auftauen.
Wer immer nur Hähnchenfilets brät, kann natürlich nicht viel falsch machen. Trotzdem sollten Sie sich nicht davon abschrecken lassen, auch mal ein ganzes Hähnchen zuzubereiten. Vor allem, wenn sie eine ganze Familie am Tisch haben oder wenn Sie ein paar Portionen für den Rest der Woche aufheben wollen.
So geht’s: Damit die Haut schön knusprig wird, reiben Sie sie mit Olivenöl oder weicher Butter ein, bevor Sie das Hähnchen in den Ofen schieben. Dazu empfehlen wir, großzügig zu würzen, etwa mit gemahlenem Ingwer, geräuchertem Paprikapulver oder einem Spritzer Zitronensaft. Alternativ bestreichen Sie das Hähnchen mit Harissa-Paste für eine rauchige, pikante Note.
Gefällt Ihnen dieser Artikel? Dann klicken Sie oben auf Daumen hoch und folgen Sie uns für weitere loveFOOD-Themen
Falls Sie vor allem mit Salz und Pfeffer würzen, aber Lust auf Neues haben, kommt hier Inspiration: Für eine Zitrusnote geben Sie etwas frischen Zitronensaft hinzu.
Alternativ füllen Sie den Vogel mit Kräutern wie Rosmarin, Salbei oder Thymian oder marinieren Sie Ihr Hähnchen in einer scharfen Gewürzmischung. So wird das Essen garantiert zum geschmackvollen Highlight und Sie haben mal ein neues Aroma auf der Zunge.
Egal, wie Sie Ihr Hähnchen zubereiten – wenn die Qualität des Fleisches nicht stimmt, leidet nicht nur der Geschmack, sondern oft auch das Tierwohl. Achten Sie deshalb darauf, woher Ihr Fleisch stammt und wie die Tiere gehalten wurden.
Am besten greifen Sie zu Produkten aus Bio- oder Freilandhaltung – vielleicht können Sie damit obendrein noch regionale Produzenten unterstützen. Wenn Sie verpacktes oder gefrorenes Fleisch kaufen, werfen Sie einen Blick auf die Zutatenliste. Denn leider wird oft Wasser zugesetzt, um das Gewicht zu erhöhen. Das macht den Kauf zwar vermeintlich günstiger, schmeckt aber nicht besser.
Wenn Sie das Hühnerfleisch in eine zu kleine Pfanne stopfen, gart es beim Braten nicht schneller. Im Gegenteil: Die Hitze wird dadurch unter dem Fleisch eingeschlossen, es entsteht Dampf und dieser verhindert, dass das Hähnchen braun wird.
Bei großen Mengen ist es deshalb besser, das Fleisch portionsweise zu braten. So können Sie sicherstellen, dass alle Stücke gleichmäßig gegart werden.
Kein Hähnchenschnitzel ist komplett ohne eine geschmackvolle Panade – dabei kommt es auf die Zutaten an.
Während manche auf Semmelbrösel schwören, greifen andere lieber zu Maisstärke. Wieder andere setzen auf normales Mehl und peppen die Panade mit Kräutern und Gewürzen auf. Je nach Gusto kann das Fleisch vor dem Panieren auch noch in Ei getunkt werden.
Mit der richtigen Würze wird aus jedem Teil des Hähnchens ein echtes Geschmackserlebnis. Marinaden und Gewürzmischungen machen das Fleisch zart und geben ordentlich Aroma.
Am besten lassen Sie das marinierte Hähnchen dann für ein bis zwei Stunden im Kühlschrank ziehen. Wenn’s schnell gehen muss, reichen da auch schon 20 Minuten. Wichtig ist aber die Wahl der Marinade: Enthält sie Säure wie Zitrone, Joghurt oder Essig, sollte sie nicht länger als zwei Stunden einziehen. Sonst kann die Textur des Fleisches darunter leiden.
Der Schlüssel zum perfekt frittierten Hähnchen ist die richtige Öltemperatur. Wenn Sie das Fleisch in die Fritteuse legen, sollte es sehr heiß sein, ideal sind rund 180 Grad. Danach sollte die Temperatur zwischen 150 und 160 Grad konstant bleiben. So gart das Hähnchen, verbrennt aber nicht die Kruste.
Auf der sicheren Seite ist man mit einem Garthermometer – das sollte eine Kerntemperatur von mindestens 75 Grad anzeigen. Vorsicht vor Spritzern: Beim Hinein- und Herausnehmen aus dem Öl sollten Sie am besten eine Zange aus Metall benutzen.
Das Salz sorgt für eine knusprige Haut und wer dem einfachen Hähnchen richtig Geschmack verleihen will, sollte großzügig würzen – und zwar nicht erst nach dem Garen, sondern auch schon davor.
Idealerweise salzen Sie das Fleisch sogar schon einige Zeit im Voraus, damit das Salz gut einziehen kann. Das sorgt nicht nur für eine knusprige Haut, sondern verleiht dem Fleisch auch Aroma. Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein ganzes Hähnchen braten. Vergessen Sie nicht, ein ganzes Brathähnchen auch von innen zu würzen.
Knochen und Haut sorgen dafür, dass das Hähnchen saftig schmeckt. Besonders Hähnchenfilet profitiert davon, wenn die Haut dranbleibt – es ist nämlich von Natur aus ziemlich mager und trocknet ohne diesen Schutz schnell aus.
Wenn Sie den Geschmack der Haut nicht mögen (oder auf Kalorien achten möchten), ziehen Sie sie einfach nach dem Garen ab.
Endlich ist das Brathähnchen fertig und man möchte natürlich am liebsten sofort mit dem Essen loslegen. Doch das Fleisch direkt nach dem Braten zu schneiden, ist ein Fehler, denn dann laufen alle Säfte heraus und das Hähnchen wird trocken.
Besser ist es, das Geflügel nach dem Garen locker mit Alufolie zu bedecken und es etwa 15 bis 20 Minuten ruhen zu lassen. So kann sich der Saft besser im Fleisch verteilen.
Einer der größten Fehler beim Kochen ist es, Hühnerfleisch in eine Pfanne zu geben, die noch nicht richtig heiß ist. Die Haut wird nicht knusprig, wenn sie erst langsam erhitzt wird.
Verwenden Sie zum Braten am besten ein neutrales Pflanzenöl. Für etwas mehr Aroma können Sie vor dem Servieren zusätzlich noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Ein einfacher, aber entscheidender Trick für saftiges Fleisch und knusprige Haut: Tupfen Sie das Hähnchen vor dem Würzen unbedingt mit Küchenpapier trocken.
So entfernen Sie überschüssige Feuchtigkeit von der Oberfläche, was dafür sorgt, dass das Fleisch beim Braten besser bräunt. Das Ergebnis: mehr Aroma und eine schön krosse Haut.
Egal, welches Rezept Sie sich vorgenommen haben, denken Sie daran, das Hähnchen richtig aufzubewahren und zuzubereiten. Achten Sie beim Kauf von frischem Fleisch darauf, dass es gut verpackt und durchgehend gekühlt ist.
Zu Hause sollte rohes Hähnchen immer abgedeckt – entweder in der Originalverpackung oder in Frischhaltefolie – auf der untersten Kühlschrankebene aufbewahrt werden. So verhindern Sie, dass Fleischsaft auf andere Lebensmittel tropft und Keime auf andere Kühlwaren übertragen werden.
Wenn Hähnchenschnitzel ungleich dick sind, garen sie auch ungleichmäßig – die dünnen Stellen trocknen aus, während die dicken noch roh sind. Damit das nicht passiert, klopfen Sie das Fleisch mit einem Fleischhammer oder Nudelholz flach. So wird es nicht nur schneller gar, sondern bleibt auch schön saftig.
Extratipp: Legen Sie das Fleisch vorher zwischen Frischhaltefolie oder in einen Gefrierbeutel – so verhindern Sie, dass sich Keime in der Küche verteilen.
Dass Keime auf dem Fleisch verschwinden, wenn man das Hähnchen vor der Zubereitung mit Wasser abspült, ist ein Ammenmärchen. Früher war es aber gang und gäbe, rohes Hähnchen erstmal abzuspülen.
Tatsächlich werden Keime wie Salmonellen so aber sogar noch weiter in der Küche verbreitet. Denn beim Waschen besteht die Gefahr, dass kontaminiertes Wasser auf Arbeitsflächen und saubere Kochgeräte spritzt. Achten Sie deshalb auf eine sorgfältige Küchenhygiene und garen Sie das Hähnchen vor allem immer gut durch.
Klar, wer hungrig am Herd steht, neigt dazu, das Fleisch ständig zu wenden. Doch dadurch geht es leider nicht schneller – im Gegenteil: Häufiges Wenden beim Braten oder Grillen verhindert, dass das Hähnchen braun wird und eine knusprige Haut bildet, die wiederum Geschmack und Feuchtigkeit erhält.
Lassen Sie dem Fleisch deshalb ausreichend Zeit zum Garen, bevor Sie es umdrehen. Wenn der Pfannenwender nicht problemlos unter das Fleisch gleitet, ist das übrigens ein Zeichen dafür, dass Sie sich noch gedulden sollten.
Es sollte eigentlich bekannt sein, passiert aber dennoch: Hähnchen darf niemals halbgar auf den Teller kommen, denn das kann sogar gesundheitsschädlich sein. Wenn es innen noch rosa oder gar roh aussieht, war die Garzeit eindeutig zu kurz.
Achten Sie darauf, dass der austretende Fleischsaft klar ist und das Fleisch eine gleichmäßig weiße Farbe hat. Wer auf Nummer sicher gehen will, investiert am besten in ein Küchenthermometer: Die Kerntemperatur von gegartem Hähnchen sollte mindestens 75 Grad betragen.
Gefällt Ihnen dieser Artikel? Dann klicken Sie oben auf Daumen hoch und folgen Sie uns für weitere loveFOOD-Themen