Für viele ist das Essengehen eine der größten Freuden des Lebens. Doch einige Gerichte im Restaurant sind ihren Preis einfach nicht wert. Zwar gibt es viele seriöse Lokale, die auf höchste Qualität achten, doch andere sind da nicht immer ganz so kritisch.
Seien es Zutaten, die nicht mehr so frisch sind, oder Lebensmittel, die zu Magenproblemen führen können: Die folgenden Speisen und Getränke sollten Sie besser nicht bestellen.
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Tascha Walker Dean
Edamame-Bohnen sind eine günstige und gesunde Vorspeise, aber wert ist der japanische Snack das Geld nicht. Ein Bund Edamame zu dämpfen und zu salzen kostet so gut wie nichts und kann ebenso gut zu Hause gemacht werden. Die Bohnen sind auch nicht besonders sättigend. Bestellen Sie stattdessen etwa frittierten Tofu oder Aubergine mit Miso-Glasur und essen Sie die Edamame ein anderes Mal.
In einigen Restaurants wird Eis aus dem Supermarkt serviert, für das Gäste auch noch einen unverschämt hohen Preis zahlen müssen. Was ist der Sinn darin, ein Dessert zu bestellen, das Sie auf der Fahrt nach Hause zu einem Bruchteil des Preises im Laden kaufen können? Entscheiden Sie sich für eine andere Nachspeise, es sei denn, das Restaurant stellt sein Eis selbst her oder bietet eine wirklich ungewöhnliche Sorte an.
Wer glaubt, dass frisch gepresster Orangensaft gesünder ist als pasteurisierter, der irrt sich. Bakterien können von der Schale in den Saft gelangen und sich vermehren. Frischer Saft, der zuckerhaltig ist und bei warmen Temperaturen gepresst wird, ist ein Nährboden für Krankheitserreger. Wenn Sie nicht wissen, wie der Saft zubereitet wurde, entscheiden Sie sich lieber für ein anderes Getränk. Schmeckt der Saft nach Kohlensäure, lassen Sie ihn unbedingt stehen.
Weiße Trüffel und Kaviar sind besonders extravagante Zutaten, die Sie am besten zu Hause genießen sollten. Der Preisaufschlag dafür im Restaurant im Vergleich zum Großhandel ist astronomisch und noch dazu muss der Küchenchef nicht viel tun.
Ein hausgemachter Veggie-Burger wäre ein Knaller. Allerdings ist die traurige Wahrheit, dass die meisten Kneipen und Restaurants mit vielen Fleischgerichten ihre Veggie-Gerichte vom Großhandel – oft tiefgefroren – beziehen und sie nicht selbst zubereiten. Ein Öko- oder vegetarisches Restaurant ist die beste Wahl, wenn Ihnen nach einem Veggie-Gericht ist.
Die meisten Trüffelöle werden überhaupt nicht mit Trüffeln hergestellt, sondern ahmen den Geschmack nur nach oder enthalten nur winzige Spuren davon. Deshalb kann der Geschmack zu intensiv sein. Am Ende zahlen Sie für etwas, das gar nicht nach frischen Trüffeln schmeckt.
Restaurant-Specials sind Gerichte, die der Küchenchef speziell für den Abend zaubert. Doch tatsächlich werden auf diese Weise oft nur übrig gebliebene Zutaten verbraucht. Zwar können sie eine großartige (und köstliche) Möglichkeit gegen Lebensmittelverschwendung sein, doch sollten Sie sich die Gerichte ganz genau anschauen. Handelt es sich um eine besonders ausgefallene Kreation oder scheinbar kunterbunt durcheinander gewürfelte Aromen, unbedingt vermeiden. Auch Soße ist ein klassischer Trick, mit dem schlechtes Essen übertönt werden kann.
Sie haben Appetit auf etwas Herzhaftes und der „hausgemachte“ Hackbraten auf der Speisekarte klingt sehr verlockend. Das Problem mit Hackbraten im Restaurant ist allerdings, dass meistens nicht viel Fleisch darin steckt. Das Gericht wird verdünnt und dann mit einer dicken, zuckerhaltigen Soße serviert, damit der Gast nichts bemerkt. Fragen Sie nach, ob das Gericht tatsächlich hausgemacht ist. Oder bereiten Sie es am besten selbst zu Hause zu.
Ein durchgegartes Steak kann das Fleisch zäh machen und den Geschmack ruinieren. Ein wenig bekanntes Insidergeheimnis ist auch, dass einige Restaurants das älteste und schlechteste Stück Fleisch für Gäste aufbewahren, die ihr Steak gerne durch hätten.
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Selbst in Top-Restaurants ist es unwahrscheinlich, dass die Sauce Hollandaise auf Bestellung frisch zubereitet wird. Wahrscheinlicher ist es, dass sie am Morgen oder sogar am Vortag vorbereitet wurde und nur aufgewärmt wird. Was noch schlimmer ist: Bakterien lieben die Soße. Denken Sie also daran, wenn Sie das nächste Mal die Speisekarte lesen.
Einen Blattsalat können Sie zu Hause leicht selbst zubereiten. Eisbergsalat mit handelsüblichem Salatdressing ist es nicht wert, im Restaurant bestellt zu werden. Außerdem können selbst nach dem Waschen noch Keime in den Blättern stecken.
Pollo alla parmigiana ist mit Käse überbackenes Hühnerfleisch. Doch egal wie verlockend das auch klingen mag, bestellen Sie es nur, wenn Sie enttäuscht werden möchten. Das Gericht stammt meistens aus dem Tiefkühlfach und wird nur selten frisch zubereitet. In angesehenen italienischen Restaurants könnten Sie Glück haben. Ein guter Hinweis ist die Beschreibung auf der Speisekarte. Werden zu viele Zutaten aufgelistet, um das Gericht auf Bestellung kochen zu können, wählen Sie lieber etwas anderes.
Essen gehen ist die Gelegenheit, etwas Neues zu probieren und sich überraschen zu lassen. Immer mehr Restaurants erweitern ihr Angebot und werden kreativer, was ein wahrer Genuss für den Gast ist. Verzichten Sie auf den Salat mit Hühnerfleischstreifen und entscheiden Sie sich für etwas ganz anderes. Zu verlieren haben Sie nichts.
Kein Restaurant achtet auf Kinderfinger an der Salatbar oder ob die Gäste den Löffel in die richtige Schüssel zurücklegen. Ziemlich viele Möglichkeiten zur Verunreinigung. Wenn Sie trotzdem nicht widerstehen können, achten Sie darauf, dass der Salat gut gekühlt ist.
Wenn der Ketchup im Burger-Laden, der immer auf dem Tisch steht, fast leer ist, glauben Sie ja nicht, dass der letzte Rest verschwendet wird. Am Ende des Tages füllen die Mitarbeiter die übrig gebliebenen Soßen zusammen in eine Flasche. Zwar ist es gut, sparsam zu sein, aber wie lange die Reste wirklich auf dem Tisch stehen, ist schwer nachzuvollziehen. Gehen Sie auf Nummer sicher und meiden Sie Ketchup, vor allem, wenn er sauer schmeckt.
Wenn Sie den zweitbilligsten Wein bestellen, um nicht ganz geizig auszusehen, hat das Restaurant Sie ausgetrickst. Dies ist oft die Flasche Wein, für die Restaurants am wenigsten bezahlen. Sie setzen den billigsten Großhandelswein an zweiter Stelle auf die Speisekarte, um mehr Profit herauszuschlagen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Gäste ihn bestellen. Wählen Sie lieber den Hauswein, der in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Genau wie die Specials ist die Suppe des Tages eine raffinierte Möglichkeit für Köche, aus Resten, die sonst verderben würden, Profit zu schlagen. Überprüfen Sie unbedingt, ob die „Soup du jour“ vom Vortag die gleiche war. Ist dies der Fall, könnte es sein, dass Sie die Suppe des Monats bestellen.
Echtes Kobe-Rindfleisch ist eine Delikatesse, die besonders teuer ist. Wenn der Preis zu gut ist, um wahr zu sein, erhalten Sie womöglich nicht das richtige. Manchmal wird Wagyu-Rindfleisch als Kobe bezeichnet. Das Fleisch ist zudem extrem fetthaltig und wird oft nur als sehr kleine Portion serviert. Wenn Sie Appetit auf ein zartes, saftiges Steak haben, bestellen Sie lieber Rib-Eye.
Pizza bringt Restaurants viel Geld ein, da die Zutaten sehr wenig kosten und zu einem hohen Preis weiterverkauft werden können. Wenn Sie in einem Pizzarestaurant sind, das seinen eigenen Teig herstellt und traditionell belegt, dann sind Sie genau richtig. Wenn Sie jedoch in einer Kneipe eine Pizza bestellen, die 16 Euro dafür verlangt, obwohl Ihnen ein Tiefkühlprodukt aufgetischt wird, dann verzichten Sie lieber darauf.
Fisch zu bestellen, ist immer ein Glücksspiel. Ein frischer Fang ist wunderbar, aber alter Fisch ist absolut unappetitlich. Wenn Sie montags Fisch bestellen, seien Sie besonders vorsichtig, da Fischmärkte nicht überall am Wochenende geöffnet sind. Das Fischgericht am Wochenanfang stammt möglicherweise frisch aus der Gefriertruhe – oder schlimmer noch aus dem Kühlschrank. Fragen Sie den Kellner am besten, wie alt der Fisch ist.
Wenn Sie das nächste Mal ein Getränk in einem Restaurant bestellen, verzichten Sie auf Eiswürfel. Viele Restaurants, auch feinere Lokale, reinigen ihre Eismaschinen nur selten, wie immer wieder festgestellt wird. Berichten von Kellnern und Küchenpersonal zufolge sind die Maschinen manchmal sogar von Schimmel befallen. Von Eis krank zu werden ist selten, aber der Gedanke daran macht es nicht gerade appetitlicher.
Wer ist nicht versucht, einmal einen Burger mit Wagyu-Rindfleisch oder mit Trüffeln, Kaviar und Entenei zu bestellen? Ein feines Essen zu einem günstigen Preis könnte man denken. Doch tatsächlich muss man für einen guten Burger nicht viel Geld ausgeben. Die besten Burger enthalten Rinderhack. Teures Fleisch zu Hack zu verarbeiten, ist reine Verschwendung. Außerdem wird die Gourmet-Garnierung oft nur sehr sparsam und nicht in der erhofften Qualität angerichtet.
Büfetts sind generell keine gute Idee. Im Laufe eines Abends heben unzählige Gäste den Deckel von den Gerichten ab, hantieren mit dem Besteck herum und lehnen sich über das Essen. Haare, Staub und Bakterien können somit in die Speisen gelangen. Die Gerichte werden zudem schnell kalt und trocken. Noch schlimmer ist allerdings, dass Reste am nächsten Tag mit einer neuen Portion vermischt und wieder hingestellt werden können.
Es ist zwar teurer, eine Flasche Mineralwasser zu bestellen, aber möchten Sie Leitungswasser aus einer Karaffe trinken, die den ganzen Tag auf der Theke steht? Womöglich schwimmen darin ungewaschene Zitronenscheiben und verdreckte Eiswürfel. Ausgespült wurde der Krug nach dem Gebrauch sicherlich auch nicht, sondern einfach nur aufgefüllt. Nicht besonders appetitlich.
Wenn Sie denken, dass der Brotkorb auf Ihrem Tisch nur für Sie angerichtet wurde, liegen Sie falsch. Der britische Fernsehkoch Anthony Bourdain verriet einmal, dass Brotkörbe in vielen Restaurants von Tisch zu Tisch weitergereicht werden, manchmal auch in den feinsten Lokalen. Was Ihnen serviert wird, könnten also die Reste des Gastes am Nebentisch sein – alt und hart oder, noch schlimmer, mit den Bakterien eines anderen Gastes befallen.
Sprossen findet man häufig in Salaten, dabei sind sie eine äußerst riskante Zutat. Zwar stecken die Keimlinge voller Nährstoffe, doch wachsen sie unter warm-feuchten Bedingungen, die die Vermehrung von Bakterien fördern. Mit E. coli verunreinigte Sprossen haben bereits zu schweren Krankheitsausbrüchen geführt. Verzehren Sie Sprossen nur gekocht und nur zu Hause, damit Sie wissen, um welche Art es sich handelt.
So hungrig Sie auch sein mögen, lassen Sie die Finger von den Snacks an der Bar. Die Schüsseln mit Erdnüssen und Popcorn werden nicht für jeden Gast neu hingestellt. Denken Sie darüber nach, wie viele Hände bereits darin waren. Ein Bissen genügt, um festzustellen, dass die Knabbereien ohnehin alt und abgestanden sind. Sparen Sie sich den Appetit für das Hauptgericht auf.
Spitzenköche wissen, dass man es vermeiden sollte, Hähnchen zu bestellen, da es oft verkocht wird und das langweiligste Gericht auf der Speisekarte ist. Damit ihre Gäste keine Lebensmittelvergiftung bekommen, gehen die Restaurants oft auf Nummer sicher und garen das Fleisch besonders lange. Probieren Sie lieber einmal etwas Neues aus.
Wenn die Namen der Gerichte Worte wie „beliebt“ oder „weltbestes“ enthalten, stehen Sie lieber auf und gehen. Dass die Pizza nicht die weltbeste ist, ist keine Überraschung und bei wem ist die Lasagne beliebt? Wenn ein Restaurant mit dem Namen eines Gerichts übermäßig kreativ werden muss, um es zu verkaufen, lassen Sie lieber die Finger davon.
Moules Frites (Muscheln und Pommes Frites) sind in Belgien und Nordfrankreich ein populäres Gericht. Überdenken Sie jedoch Ihre Bestellung, wenn Sie nicht gerade in einem Fischrestaurant sind. Muscheln müssen besonders sorgfältig gekühlt und zubereitet werden. Restaurants gehen die Muscheln nur selten einzeln durch, um die schlechten von den guten zu trennen.
Das Bestellen von Austern kann besonders in den Sommermonaten riskant sein. Denn in den Meeresfrüchten können Vibrionen lauern. Am sichersten ist es, Austern ganz zu meiden, es sei denn, Sie bestellen die Delikatesse in einem Restaurant an der Küste oder in einem Spitzenrestaurant.
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